Interview mit Thomas

Your fancy banner description text goes here. You can edit the content using frontend builder.

Interview mit BeachL-Urvater Thomas

Wir werden Euch in nächster Zeit das BeachL-Team etwas genauer vorstellen. Den Anfang macht heute BeachL-Erfinder, Cheftrainer und Beachtreff-Organisator, Dr.-Ing. Thomas Eckardt.

Thomas, wie bist Du überhaupt zum Beachvolleyball gekommen und warum engagierst Du Dich für die Beachvolleyball-Plattform BeachL.de in Leipzig?

Mein Studienkollege war zwei Meter groß und hat in Thüringen die hochklassigsten Beachvolleyball-Turniere gespielt. Durch ihn habe ich viele echt entspannte und viele spielstarke Beachvolleyballer kennengelernt. Ich habe immer mal zugeschaut und fand es super. Die gesamte Mischung ist einfach perfekt. Ich engagiere mich für die Beachvolleyball-Plattform BeachL.de, weil ich in 3,5 Jahren in Köln in regelmäßigen Trainingseinheiten sowie in zahlreichen Beachvolleyball-Camps der Beach-Academy gelernt habe, wie Beachvolleyball funktioniert. Das möchte ich der breiten Masse, vor allem Beachvolleyballern mit wenig Geld wie Studenten und Schüler, weitergeben. Toll finde ich den Gedanken, eine große Gemeinschaft von Spielern aufzubauen, die sich auch persönlich gut kennen. Mit 60 Personen, die regelmäßig teilnehmen, sind wir auf einem guten Weg dahin.

Dir geht es um die Beachvolleyball-Leidenschaft. Kannst Du vom BeachL-Projekt auch Leben?

Das Projekt ist von meiner Seite aus ehrenamtlich angelegt. Viele andere Sportarten und die dazugehörigen Vereine leben von ehrenamtlichen Trainern und Helfern. Der neue Sport Beachvolleyball wird jedoch primär von Personen unterrichtet, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, weshalb Schüler und Studenten wenig daran teilnehmen können. Das möchte ich ändern. Das Beispiel der Gesamtschule in Köln-Holweide, bei dem ein Lehrer auf dem Schulgelände Beachvolleyball-Plätze aufgebaut hat, die von vielen Leuten aus Köln für wenig Geld genutzt werden, hat mich dazu motiviert. Mein Geld verdiene ich mit meinem Job. Ich mag die Mischung aus einer Tätigkeit von 60-70 % für meinen Job und 30-40 % für etwas Gesellschaftliches wie diese Plattform.

Seid ihr in einem Verein organisiert?

Einem Verein gehören wir aktuell noch nicht an. Unser Ansatz ist aber vergleichbar. Wir wollen nur keine Vereinsstruktur aufbauen. Wenn wir ein passendes Angebot eines Beachvolleyball-Vereins erhalten, würden wir sicher darüber nachdenken in den Verein einzutreten.

Wann und wie entstand die Idee BeachL.de in Leipzig ins Leben zu rufen?

Die Idee entstand als ich im Februar 2013 nach Leipzig gezogen bin. Ich hatte das Beachvolleyball-Angebot vor Ort analysiert und schon bald ein paar lockere Beachtreffs organisiert. Anfangs bin ich nur von der Organisation regelmäßiger Beachtreffs ausgegangen. Im Sommer fing ich dann an Trainingseinheiten für den Uni-Sport zu geben. So richtig lief das Projekt im November 2013 mit der Kooperation mit dem Uni-Sport und den von uns initiierten Beachvolleyball-Kursen in der Beachhalle No Limit an. Die Idee ist stückweise gewachsen. Viele Leute mit geringem Budget wollen lernen, wie Beachvolleyball richtig funktioniert, weshalb wir bereits im Winter neben den Trainings-Kursen des Uni-Sports eigene BeachL-Trainingseinheiten angeboten haben. Auch unsere bisherigen Turniere und Beachtreffs über die Wintersaison in der Beachhalle kamen sehr gut an.

Beachvolleyball_BeachL.de

Hast Du schon konkrete Pläne im Kopf in welche Richtung sich das Projekt weiterentwickeln soll?

In diesem Sommer, also eigentlich bereits ab Mitte April – bieten wir aufgrund der hohen Nachfrage mindestens neun Trainingseinheiten am Starlight Beach in der Diezmannstraße an. Jeden Monat wird ein Turnier am Samstag stattfinden. An den andereren Samstagen des Monats bieten wir wieder Beachtreffs mit bis zu 32 Teilnehmern auf fünf Feldern am Beachgelände des Starlight Bowling an. In der Zukunft will ich noch ein paar technische Maschinen anschaffen, um das BeachL-Training noch professioneller zu gestalten. Als Ingenieur steht man einfach auf sowas. Ansonsten freue ich über neue Gesichter, die das zu schätzen wissen, was wir in einem Jahr mit viel Leidenschaft bisher in Leipzig aufgebaut haben. Auch wenn die Gruppe größer wird, soll es immer noch eine Gemeinschaft sein, in der das Zwischenmenschliche und Soziale nicht zu kurz kommt.

Verrätst Du uns noch, welche Ideen Du als Neuerungen 2014 unbedingt noch umsetzen willst?

2014 möchte ich einige Trainingsgeräte zur Verbesserung der Technik der Trainingsteilnehmer anschaffen. Außerdem das Mentoren-Programm etablieren sowie 2-3 Fahrten zu Profi-Turnieren (z.B. smart beach tour oder Grand Slam) organisieren.

Welche Pläne hast Du in der Zukunft?

Aktuell habe ich das Gefühl, dass ich mich zukünftig neben Training, Beachtreffs und Turnieren um den Aufbau von Spielstätten kümmern könnte.

Hast Du damit Dein Hobby zum Beruf gemacht?

Definitiv nein. Ich liebe meinen Job und mag es technische Dinge zu realisieren. Ich habe viel Zeit in meine Ausbildung investiert und kann jetzt davon profitieren. Beachvolleyball ist mein Hobby.

Beschreibe die Projektidee, die sich hinter BeachL.de verbirgt, in zwei Sätzen.

In dem Projekt BeachL.de soll in Leipzig eine Beachvolleyball-Gemeinschaft aufgebaut werden. Ich möchte neben dem vielen Spaß, den wir zusammen haben, denen, die den Sport intensiv betreiben wollen, die Möglichkeit bieten, sich weiterzuentwickeln.

Müssen sich interessierte Beacher für einen speziellen 10er-Kurs festlegen oder gibt es auch flexible Teilnahmemöglichkeiten?

Generell sind unsere Trainingskurse an die Semester- und Semesterferienzeiten angepasst. Die Kurse bestehen aus aufeinander aufbauenden Trainingseinheiten, wodurch ein hoher Lernfortschritt für jeden Einzelnen eintritt. Wer nur mal so eine Trainingseinheit mitmachen möchte, kann diese bei unseren Beachtreffs in Anspruch nehmen. Zu Beginn der Beachtreffs geben wir größtenteils für Gewöhnlich 1,5 h Training. Die nächsten 2,5 h kann jeder frei spielen. Mal Damen, mal Herren oder mal Mixed. Es ist also für Jeden was dabei.

Thomas-Eckardt-Training

Was motiviert Dich, so viele Stunden im Sand zu verbringen?

Mir macht es einfach Spaß zu sehen, wie sich die Teilnehmer verbessern und eine Gemeinschaft in einer Großstadt heranwächst. Es ist meist kein großer Aufwand, weil ich selbst spiele und in eigenen Trainingsgruppen mit trainiere. Auch die Samstage sind für mich kein großer Mehraufwand, da ich beim Beachtreff nach der Trainingsphase am freien Spiel und an Turnieren selbst teilnehme.

Erzähl doch mal ein bisschen, wer Du bist, und was Du so machst, wenn du gerade mal nicht im Sand stehst und Beachvolleyball spielst?

Ich habe vor kurzem meine Promotion in der Fachrichtung Materialwissenschaften in Aachen abgeschlossen. Parallel dazu arbeite ich seit einem Jahr am Aufbau meiner eigenen Firma mit dem Schwerpunkt regenerative Wärmeerzeugung/Solarthermie. Ich habe ein einzigartiges Anlagenkonzept erarbeitet, welches ich neben Standardanlagen an den Mann bringe. Es gibt wenige Solarthermie-Großanlagen, obwohl viele Verbrauchergruppen wie Fitnessstudios, Hotels, Wäschereien oder Lackierereien bis zu 50 % ihrer Wärme wirtschaftlich sinnvoll mit Sonnenenergie decken könnten. Als Büro nutze ich aktuell meine Wohnung oder die Bibliothek, weshalb mich der eine oder andere immer mal dort oder in der Mensa sieht.
Neben dem beruflichen macht die Organisation der Trainingseinheiten, Turnier und Beachtreffs einen großen Anteil aus.

Welche 5 Worte beschreiben Dich am treffendsten?

organisiert, zuverlässig, pünktlich, zielstrebig, ehrgeizig – typisch deutsch.

Was erwartet die Teilnehmer bei einem Beachtreff? Kannst Du den typischen Ablauf etwas näher erklären, sodass sich auch potentielle Neulinge etwas darunter vorstellen können.

Der Beachtreff soll zum lockeren Spielen mit wechselnden Partnern animieren und zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen. Neue Beacher können uns hier kennenlernen und erste Trainingserfahrungen sammeln. Uns hilft der Beachtreff, um neue interessierte Teilnehmer für das entsprechende Niveau in den Trainingskursen einzuordnen.

Der Beachtreff besteht aus einer kurzen, intensiven Trainingsphase mit einem Schwerpunkt und anschließenden Phase zum freien Spielen. Das Training beginnt mit einer gemeinsamen Erwärmung. Anschließend wird an technischen Feinheiten gearbeitet. Diese werden dann individuell beim freien Spiel mit beliebigen Spielpartnern umgesetzt. Das freie Spielen ist generell so angelegt, dass ein Satz gespielt und anschließend ein Satz pausiert wird. In der Pause kann gequatscht werden, während ihr vom Obst nascht. Im Sommer wird sicher auch der Grill angeworfen.

Warum sollte ich bei Dir trainieren, wenn ich doch eigentlich nur ein bisschen am Strand mit Freunden zocken möchte?

Wer einfach nur 4 gegen 4 am Strand spielen will, ist bei uns falsch. Alle unsere Teilnehmer spielen 2 gegen 2 und sind überrascht, wie einfach das ist. Spätestens, wenn man Spiele der Smart-Beach-Tour oder des Grand Slam als Zuschauer verfolgt hat. Wir helfen euch dabei. Wir unterrichten das gleiche Spiel-System.

Welche Tipps gibst Du Beachvolleyballinteressierten Anfängern bei den ersten Trainingseinheiten?

Bei den ersten Trainingseinheiten der Anfänger helfe ich den Teilnehmern primär ihre Grundtechnik zu verbessern. Viele machen dadurch bereits große Fortschritte. Nach wenigen Trainingseinheiten kommen schon richtig gute Ballwechsel zustande. Beachvolleyball ist ein sehr technischer, aber auch bewegungsintensiver Sport. Wer Geduld hat, wird sich bald an vielen spannenden Ballwechseln erfreuen. Zur Beschleunigung des Lernfortschrittes der Anfänger haben wir das Tandem-Turnier, in dem ein Anfänger mit einem fortgeschrittenen Spieler spielt sowie das Mentoren-Programm, bei dem ein Fortgeschrittener einem Anfänger regelmäßig zur Seite steht und ihn persönlich trainiert bzw. entwickelt.

Was unterscheidet Dich von anderen Beachvolleyball-Trainern?

Im Vergleich zu anderen Trainern bin ich einen langen Weg gegangen, um meine Erfahrungen zu sammeln. Ich habe nie Hallenvolleyball gespielt, sondern mich von Anfang an auf Beachvolleyball spezialisiert. Ich lege großen Wert darauf, Dinge zu vermitteln, die viele reine Beach-Spieler und ich im Sand schon immer können wollten und die bei den meisten Trainern entweder als Hallenvolleyball-Erfahrungen vorausgesetzt oder beim Training erst viel zu spät unterrichtet werden.

Es gibt in Leipzig diverse Beachvolleyball-Trainings oder Trainingskurse. Was zeichnet BeachL aus?

Bei uns bekommen die Leute professionelles Training zum kleinen Preis. Sie sind nicht einfach nur Trainingsteilnehmer, sondern ein Teil einer Gemeinschaft. Unsere Trainer und fortgeschrittenen Teilnehmer kümmern sich im Mentoren-Programm intensiv um unsere Anfänger. Bei uns hört der Spaß nach dem Training nicht auf. Neben dem Training gibt es die regelmäßigen Beachtreffs, die Turniere, die Teilnahme beim BeachL-Cup bei Sachsenbeach, die Möglichkeit bei der Smart-Beach-Tour in Binz hinter die Kulissen zu schauen sowie organisierte Fahrten zu interessanten Profi-Beachvolleyball-Turnieren wie dem Grand Slam in Berlin.

Wie viele Stunden verbringst Du pro Woche im Sand?

Im Sand verbringe ich pro Woche ca. 10-15 h. Zusätzlich kommen noch 5-10 h Organisatorisches pro Woche hinzu.

Dein liebster Ort in Leipzig?

Mein liebster Ort im Sommer wird der Starlight Beach werden. Ich freue mich schon riesig auf den Sommer!